HomeSchulprogrammPädagogischer Tag 2012

Pädagogischer Tag am Beruflichen Schulzentrum 1, Leipzig

Am Dienstag, den 17.1.2012 fand in unserer Schule der Pädagogische Tag des Schuljahres 2011/12 statt.
Pünktlich um 8.30 Uhr versammelten sich die Kollegen aller drei Schulteile in der Aula der Stammschule. Hinzu kamen, ebenfalls aus allen Schulteilen, die Schülersprecher und stellvertretenden Schülersprecher der verschiedenen Schulklassen. Es herrschte also eine lebhafte Atmosphäre.

Kurz nach halb neun verschaffte sich dann unser Schulleiter Herr Heinke mit kraftvoller Stimme Gehör. Er begrüßte die anwesenden Kollegen und Schülersprecher sowie die Refe-renten der Sächsischen Bildungsagentur Leipzig (SBAL): Herrn Hanke (Referatsleiter der SBAL), Herrn Becher, Herrn Piepersberg, Frau Mund, Frau Ressler und Frau Dippmann sowie Herrn Rodegast.

In einer kurzen Ansprache erinnerte Herr Heinke an die Fusion der beiden Berufsschulen. Er wies darauf hin, wie wichtig für die gemeinsame erfolgreiche Arbeit neben dem fachlichen Wissen das gegenseitige Kennenlernen und das Zusammenwachsen der beiden Lehrerkollegi-en sei. Ein sichtbares Zeichen dieses Zusammenwachsens sei die Neuordnung der Steuer-gruppe und deren Organisation dieses Pädagogischen Tages.

Die Mitglieder der Steuergruppe hatten im Vorfeld der Veranstaltung gemeinsam mit allen Lehrern des BSZ1 Fragen zum Thema Schul- und Arbeitsrecht gesammelt. Die Fragen waren dann in die folgenden sieben Themenkomplexe gegliedert worden:

  • Abordnungen und Versetzungen, Weisungsrecht des Schulleiters (Herr Hanke)
  • Krankschreibung, Karenztage, Freistellungen, Anwesenheitspflicht, Teilnahme an Fort-bildungen (Herr Piepersberg)
  • Haftung, Unfälle und Unfallversicherung (Herr Becher)
  • Aufsichtspflicht im Unterricht, in Pausen und auf Schulfahrten, Praktika, Belehrungen, Konferenzbeschlüsse (Frau Mund)
  • Teilzeit, Übernahme von Lehraufträgen, Hospitationen, Veranstaltungen (Frau Ressler)
  • Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen, Ausschluss aus dem Unterricht, Drogenverdacht bei Schülern, Beurlaubungen und Freistellungen (Frau Dippmann)
  • Aspekte der Leistungsbewertung z.B. in Gruppenarbeiten oder bei unentschuldigtem Fehlen aber auch nachträglich bei abgeschlossenen Lernfeldern sowie nachträgliche Änderungen von Bewertungen (Herr Rodegast)

Zu allen Themenkomplexen wurde jeweils vormittags und nachmittags eine Veranstaltung angeboten. Jeder Kollege hatte vorher Gelegenheit sich in eine der Vormittags- und eine der Nachmittagsgruppen einzuschreiben.

Nachdem Frau Oppel in charmanter Art und Weise noch die letzten organisatorischen Details bekannt gegeben hatte, versammelten sich die verschiedenen Gruppen gegen 9 Uhr und be-gannen mit ihrer Arbeit.

In der Arbeitsgruppe „Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen“ wurden anhand vieler praktische Fälle zum Beispiel nachstehende Fragen diskutiert: „Wie reagiere ich auf eine Arbeitsverweigerung der Schüler?“, „Dürfen die Schüler Laptops im Unterricht verwenden?“, „Wie gehe ich mit häufigen Toilettengängen um?“, „Wie verhalte ich mich bei Unterschriftsfälschungen der Schüler?“, „Müssen Vorerkrankungen oder Vorstrafen dem Lehrer zu Beginn der Ausbildung mitgeteilt werden?“, „Darf das Telefon des Schülers eingezogen werden und wenn ja, wie lange?“, „Welche Erziehungsmaßnahmen und Ordnungsmittel stehen mir gene-rell zur Verfügung?“.

Durch die vielen Fallbeispiele, aber auch durch die vielen Erfahrungen, die die Kollegen einbrachten, gestalteten sich die zweieinhalb Stunden bis zur Mittagspause kurzweilig. Sogar die Pause wurde im Eifer der Diskussion vergessen, aber (juristisch einwandfrei) hintendran gehängt.

Nach einer Mittagspause versammelten sich dann gegen 12 Uhr die Kollegen in den Nachmit-tagsgruppen. So zum Beispiel in der Arbeitsgruppe „Aufsichtspflicht im Unterricht, in Pausen und auf Schulfahrten, Praktika, Belehrungen, Konferenzbeschlüsse“.

Die Referentin Frau Mund begann mit einigen einleitenden Worten zur Aufsichtspflicht und wir Kollegen hatten die gute Gelegenheit die Wirkung eines Lehrervortrags nach einem Mit-tagessen am eigenen Leibe zu erfahren.

Auch hier ergaben sich aber bald angeregte Diskussionen, zum Beispiel zu den Themen: „Wie viele Begleitpersonen müssen auf einer Klassenfahrt dabei sein?“, „Was fällt alles unter die Aufsichtspflicht?“, „Wie verhalte ich mich, wenn Schüler zum Arzt gehen wollen?“.

Selbst für die erfahreneren Kollegen gab es hier noch die eine oder andere interessante Information. Und so verflogen auch diese knapp zweieinhalb Stunden (fast) wie im Flug.

Gegen halb drei trafen sich dann noch einmal alle Lehrer, Schüler und Referenten in der Aula. Jede der sieben Arbeitsgruppen gab einen kurzen Bericht über ihre Arbeitsschwerpunkte und auch der Vorsitzende des Schülerrats Martin Biederstedt informierte über die Ergebnisse der Arbeit der Schülersprecher. So wurden zum Beispiel Visitenkarten erstellt und an die Kolle-gen verteilt um die Kommunikation mit dem Schülerrat zu verbessern. Der Schülerrat forderte zudem die Wahl eines Vertrauenslehrers und informierte über die Vorbereitung einer Schülerumfrage zu einem „Lehrer-Schüler-Knigge“.

Zusammenfassend kann der Pädagogische Tag als sehr gelungen betrachtet werden. Zum Einen weil er fachlich interessant war und zum Anderen, weil er Gelegenheit bot auch mal mit anderen Kollegen ins Gespräch zu kommen. Ziel erreicht!

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